Die deutsch-tschechische Grenzregion ist in den letzten vier Jahren lebendiger geworden. Die Enthusiastinnen und Enthusiasten in unserem Programm „Ein Jahr an der Grenze“ haben dort zahlreiche neue deutsch-tschechische Partnerschaften initiiert, Veranstaltungen auf die Beine gestellt und uns gezeigt, dass das Potenzial der Grenzregion voller Möglichkeiten steckt und es an neuen deutsch-tschechischen Geschichten nicht mangelt!
Liegt Ihnen die lebendige deutsch-tschechische Grenze am Herzen, wollen Sie die Menschen in Ihrer Umgebung vernetzen und inspirieren und haben Sie Lust, sich über ein Jahr lang voll darauf einzulassen und anschließend Ihre Erfahrungen weiterzugeben? Jetzt haben Sie die einmalige Gelegenheit dazu! Wir starten nämlich den fünften Jahrgang unseres Programms „Ein Jahr an der Grenze“.
Mit diesem Programm möchte der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds auch weiterhin aktiv dazu beitragen, dass die Grenze zwischen beiden Ländern nicht als Barriere wahrgenommen wird, sondern als Raum, in dem sich neue Perspektiven, Möglichkeiten der Zusammenarbeit, Begegnungen und sogar Freundschaften eröffnen. Denjenigen, die gerne grenzüberschreitend aktiv sein möchten, dies aber bisher aus unterschiedlichsten Gründen nicht getan haben oder nicht tun konnten, möchten wir eine helfende Hand reichen und Inspiration bieten! Dafür suchen wir wieder motivierte, zweisprachige Enthusiasten, die in den deutsch-tschechischen Grenzregionen unterwegs sind und dort durch persönliche Ideen- und Kontaktvermittlung sowie Beratung vor Ort zur Stärkung des deutsch-tschechischen Miteinanders beitragen.
Das Programm wird auch diesmal wieder über 15 Monate ausgeschrieben: 12 Monate, um neue Akteure zu inspirieren und zu begleiten sowie 3 Monate zur Zusammenarbeit mit dem folgenden Jahrgang, um Kontakte, Erfahrungen und Aufgaben reibungslos zu übergeben.
Zur Mitwirkung an diesem Programm suchen wir
Enthusiasten und Macher (w/m/d) aus der deutsch-tschechischen Grenzregion
Dauer des Programms: April 2026 – Juni 2027
20 Stunden / Woche
Ziele des Programms:
Entdecken, Nutzen und Vertiefen der Potenziale für Begegnungen, Zusammenarbeit und Partnerschaft in der Grenzregion
Ansprechen und Zusammenbringen neuer Akteure aus Zivilgesellschaft, Vereinen, Gemeinden und Kirchen von beiden Seiten der Grenze
Inspirieren und Ermutigen zu neuen Wegen und Formaten der Begegnung
Unterstützen von gemeinsamen grenznahen Treffen und Projektvorhaben
Worauf Sie sich freuen können:
eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit mit Raum für Kreativität und Weiterentwicklung
eigene Aktivitäten im Umfang 20 Stunden/Woche, Dauer 12 + 3 Monate
angemessene Bezahlung
interessante und inspirierende deutsch-tschechische Begegnungen
Mentoring und regelmäßige Evaluation
Übernahme von Telefon- und Fahrtkosten
Was Sie mitbringen sollten:
Enthusiasmus, Neugier und Lust, Menschen im Grenzgebiet zusammenzubringen
Interesse an deutsch-tschechischen Themen
Überblick über interessante (zivilgesellschaftliche) Aktivitäten im Grenzgebiet und gute Vernetzung
Eigeninitiative und Flexibilität
Verlässlichkeit
Sprachkenntnisse CZ/DE
sehr gute Kommunikationsfähigkeit und offenes Auftreten
Wohnort in der deutsch-tschechischen Grenzregion
Führerschein Klasse B, eigener PKW sowie Bereitschaft zum Reisen
Wir freuen uns über alle Bewerberinnen und Bewerber, die sich mit Enthusiasmus und Neugier für eine lebendige deutsch-tschechische Grenzregion engagieren möchten. Vorerfahrungen in der deutsch-tschechischen Projekttätigkeit sind keine Bedingung.
Im Rahmen des Programms „Ein Jahr an der Grenze“ werden Sie nicht selbst Projektaktivitäten durchführen, sondern interessierte Akteure von beiden Seiten der Grenze inspirieren, zusammenbringen und bei gemeinsamen Aktivitäten unterstützen. Bitte legen Sie Ihren Bewerbungsunterlagen eine Skizze bei (max. 2 Seiten), in der Sie an zwei Beispielen beschreiben, wie Sie die potentiellen Akteure ausfindig machen und ansprechen würden.
Das Jahr an der Grenze eröffnet Ihnen darüber hinaus Chancen zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Mit Ihren lokalen Kenntnissen und Netzwerken können Sie Ihre Perspektiven sowohl geographisch als auch inhaltlich erweitern – und sich so für weitere zukünftige Tätigkeiten in deutsch-tschechischen Initiativen und Organisationen qualifizieren.
Bitte schicken Sie alle erforderlichen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Skizze, Lebenslauf, Nachweis der Sprachkenntnisse) per E-Mail bis zum 28. 2. 2026 an Helena Vaňková (job@fb.cz), die auch Ihre eventuellen Fragen gern beantwortet.
Das Engagement in „ein Jahr an der Grenze“ bringt oft unerwartete Herausforderungen mit sich. Neben technischen (z. B. den richtigen Eingang, die richtige Hausnummer oder den Zugang zum Online-Raum zu finden) und zeitlichen Hindernissen (sich kurz vor den Wahlen, vor Weihnachten, nach Weihnachten oder in den Frühjahrsferien zu treffen), gibt es manchmal auch „logistische“ Grenzen. Es überrascht nicht, dass (nachhaltiger) Verkehr und Mobilität auch ein Thema des trinationalen Bürgerdialogs in Dresden im vergangenen Jahr waren.
Denn wenn etwas problemlos funktioniert, neigen wir dazu, es als selbstverständlich hinzunehmen (z.B. eine Verbindung ohne Umstieg, die nicht eine Woche dauert, oder der Transport von Fahrrädern und Kinderwagen, ohne zu befürchten, dass die Verbindung nicht barrierefrei ist). Wir bemerken nur, was für ein Hindernis oder eine Einschränkung es darstellt, wenn der Dienst nicht mehr funktioniert.
Aber nicht überall ist die Situation kritisch, wie wir festgestellt haben. Und so können Sie das ganze Jahr über problemlos zu Freunden oder auf Reisen gehen, zum Beispiel auf den Strecken:
Dort lohnt es sich auch, ausgetretene Pfade zu verlassen und die Schönheit der Landschaft, historische Denkmäler oder die kulinarische Vielfalt der Region zu entdecken.
Dann gibt es aber Orte, wo man bequeme Verbindungen länger suchen würde (Max, Veronika und Veronika haben es für Sie versucht), also aus dem Leben von Jahr an der Grenze:
Gebiet Schluckenau und Lausitz (Max)Westliches Erzgebirge (Veronika K.)Chodsko & Oberpfalz (Veronika W.)
Die obigen Ausführungen machen deutlich (und oft weiß die Kartensuchmaschine dies), dass es manchmal am effizientesten ist, einfach zu Fuß zu gehen.
„Keine Route gefunden“.
Aber auch für diese scheinbar ausweglose Situation gibt es eine Lösung. Wir haben uns mindestens drei einfallen lassen:
Entweder man fährt mit dem Fahrrad oder den Langlaufskiern statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln 😊.
Ihr trefft euch außerhalb eurer Standorte (einfach „in der Mitte“, wo ihr alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt; das erfordert allerdings extrem gute kombinatorische Fähigkeiten! 😊)
Oder man schaut, ob es „zufällig“ eine Verkehrs-App im Nachbarland gibt, die eine Kombination mit lokalen Buslinien anbietet (z.B. Regionalverkehr Erzgebirge GmbH für tschechische Reisende im mittleren und westlichen Erzgebirge oder DÚKapka für deutsche Reisende in der Region Ústí nad Labem).
Meistens gibt es ähnliche Apps und der Fahrgast kann z.B. Regional-/Stadtbuslinien in der App finden. Als Nutzer müssen wir uns jedoch damit rechnen, dass nicht eine App, sondern eine Kombination aus mehreren Apps notwendig ist.
Mit diesem Trick (natürlich am besten noch im Warmen zu Hause auf dem eigenen Handy herausgefunden) dauert die Fahrt von Chomutov nach Zwönitz dann nicht mehr 4 Stunden, sondern nur noch 3 Stunden 😊.
Wir wünschen dem öffentlichen Verkehr in der Region viele glückliche Fahrgäste und den Gemeinden weniger überfüllte Parkplätze!